Die mikroskopische Sichtbarkeit einzelner Filterpartikel ist bei mineralischen Filtern im Non-Nano Bereich durchaus üblich und lässt keine direkten Rückschlüsse auf die Schutzleistung des Produktes auf der Haut zu. Das mikroskopische Erscheinungsbild ist zudem eine Momentaufnahme, die je nach Probenaufbereitung stark variiert und nicht das tatsächliche Verhalten der Produkte auf ungleichmäßiger menschlicher Haut widerspiegelt.

 

Eine allgemein anerkannte und gleichzeitig gesetzlich vorgeschriebene Möglichkeit zur Feststellung der Schutzwirkung eines Produkts besteht in der Durchführung entsprechender SPF Testungen. Der Lichtschutzfaktor wird dabei „In-vivo“ nach ISO 24444 an mindestens 10 Probanden auf dem Rücken getestet. Hierzu wird ebenfalls ein Standard als Referenz mitlaufen lassen, so dass man sicher sein kann, valide Testergebnisse zu erhalten. Darüber hinaus erfolgt noch ein UV-A Test nach ISO 24443. 

 

Die von einem unabhängigen Labor unter Einhaltung strenger Vorgaben durchgeführten Tests ergaben beim teintausgleichenden Sonnenschutz einen UV-B Wert von SPF 29  und einen UV-A Wert von 16 (entspricht ca. 55% des UV-B Werts, die gesetzlichen Anforderung liegt bei mindestens 30%). Beim pigmentierten Sonnenschutz wurde ein UV-B Wert von SPF 28 erzielt, bei einem UV-A Wert von 21.

 

Zu beachten ist, dass diese Werte bei Verwendung der vorgeschriebenen Auftragsmenge von 2mg pro Quadratzentimeter Haut erzielt wurden (entspricht etwa 1,2g für das Gesicht) und eine Reduzierung dieser Menge sowohl im Labor als auch in der Realität zu einer deutlichen Verschlechterung der Schutzwirkung führen würde. Ebenso wichtig zur Erzielung dieser Werte ist ein gleichmäßiger Auftrag und die Beachtung sämtlicher weiterer Anwendungshinweise der Produkte.